Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Einen guten Start ins Jahr 2010

Das Jahr 2009 geht zu Ende, guten Rutsch ins Jahr 2010!!!

Was nächstes Jahr passieren wird? Das liegt wie immer an Euch! Bringt Euch ein und organisiert etwas, alles muss man selber machen, die Bewegung ist nur so stark wie wir alle uns engagieren und kreativ sind…

Nichts destotrotz arbeiten natürlich alle Gruppen weiter. Zum Thema Bildungsstreik sei daher auch noch mal besonders auf die Seite des AK Protest an der Uni Mainz http://mainz.akprotest.de/ für aktuelle Informationen hingewiesen.

Außerdem auch noch mal der Aufruf am 30. 1. zur Demo nach Frankfurt zu kommen, von Mainz HBF fährt vom Gleis 4a um 12:32 Uhr die S8 ab, kommt alle mit:

mehr Infos unter http://bildungsstreik-ffm.de/cms/

Lapidare KMK-Beschlüsse und ungerechtfertigte Polizeieinsätze in Bonn

Die lapidaren Beschlüsse der KMK lassen die Kernforderungen des Bildungsstreiks außen vor. Zehntausend Protestierende und BlockiererInnen begnete die Polizei vielerorts mit unverhältnismäßigem gewaltsamen Einsatz. Mainzer Bildungsstreikende zeigen sich schockiert.

Mainzer Studierende zeigen sich mit den zehn beschlossenen Punkten der KMK unzufrieden. Auf Forderungen wie die Demokratisierung der Hochschulen, die Abschaffung der Exzellenzinitiative, die Abschaffung der Studiengebühren, sowie die soziale Öffnung der Hochschulen ging die KMK erst gar nicht ein. Auch die Mainzer SchülerInnen wurden in Bonn enttäuscht. Ihre Forderungen wurden völlig ignoriert, nicht einmal die Kernforderung nach der Abschaffung des dreigliedriges Schulsystem wurden diskutiert. „Unser Streik ist noch lange nicht zu Ende. Der Großteil der Forderungen ist außer Acht geblieben. Von einem Erfolg des Streiks kann keine Rede sein.“, unterstreicht Markus Knobloch vom Ak-Protest.

Schockiert hingegen waren Mainzer DemonstranntInnen vom Verhalten der Polizei. Eine friedliche Blockade, die die KultusministerInnenkonferenz nachsitzen lassen wollte, wurde von der Polizei ohne Aufforderung massiv mit Pfefferspray angegriffen, dabei wurden Mainzer SchülerInnen und Studierende verletzt und mussten teils ärztlich versorgt werden. Es waren mehrere Rettungswägen im Einsatz. „Ein solches Vorgehen gegen friedliche DemonstrantInnen verurteilen wir aufs Schärfste. Bildungsproteste scheinen immer noch ein Fall für das Innenministerium und nicht für das Bildungsministerium zu sein.“ so die zynische Analyse von Markus Knobloch.

Während der Räumung des besetzten Casinos in Frankfurt (02.12.09) kam es zu schweren Verletzungen, so dass fünf Studierende wegen Knochenbrüchen, Gehirnerschütterungen und anderen schweren Verletzungen im Krankenhaus behandelt werden mussten. Dabei berichtete selbst die Polizei, die Studierenden hätten sich friedlich verhalten. Warum die Polizei trotzdem Gewalt anwendete, bleibt unklar. Das Vorgehen der Polizei in Frankfurt und Bonn zeigt eine neue Qualität der Repression gegenüber BildungsaktivistInnen.

BesetzerInnen haben Atrium für Bonn verlassen!

Mainzer Besetzung geht in Winterpause

Die Besetzer/innen des Atrium Maximum an der Uni Mainz gehen in die Winterpause: Anlässlich der KMK (Kultusminister/innen-Konferenz) entschlossen sich die Mainzer Studierenden, die Besetzung bis auf Weiteres auszusetzen und sämtliche Kapazitäten nach Bonn zu verlagern, um gemeinsam mit Studierenden aus der ganzen BRD, SchülerInnen und Angestellten und Arbeitslosen des Bildungswesens gemeinsam in Bonn für eine bessere und sozialere Bildungspolitik zu demonstrieren. Sie richten sich dabei nicht nur gegen die fehlgesteuerten Bachelor- und Masterstudiengänge, sondern auch gegen elitenfördernde Maßnahmen wie die Exzellenzinitiative oder die jüngst beschlossenen Elitestipendien, gegen einen auf bloße Ausbildung reduzierten Bildungsgedanken und treten für eine kostenfreie Bildung für alle Menschen ein.
Spontane Demonstration zum Rheinufer

Dazu trafen sich am heutigen Abend (9.12.) 350 Studierende aus Darmstadt, Mainz und Umgebung am Mainzer Hauptbahnhof, und zogen von dort aus in einem spontanen Demonstrationszug in Richtung Rheinufer. Dabei skandierten die Studierenden Parolen wie “Bildung für alle und zwar umsonst!”, oder “Bachelor abschaffen, Noten ins Klo, Uni besetzen – sowieso!”, um sich für einen lautstarken Protest in Bonn einzustimmen. Dort werden sie auf die KultusministerInnen treffen, denen im Zuge der Proteste ein bundesweites Forderungspapier übergeben werden soll. Am Rheinufer wartete ein vom AStA der TU Darmstadt organisiertes Schiff auf die Protestierenden, auf welchem auf dem Weg nach Bonn neben einem Konzert verschiedene Workshops zur Vertiefung bildungspolitischer Themen abgehalten werden.
Abschlusskonzert mit der “Kleingeldprinzessin”

Zuvor fand am vorerst letzten Nachmittag der Besetzung an der Uni Mainz ein Abschlusskonzert mit der “Kleingeldprinzessin” Dota statt, auf dem man gemeinsam die vergangenen Wochen feierte und die winterliche Runde des hiesigen Bildungsstreiks ausklingen ließ. Dota, Liedermacherin politischer Chansons, zeigte sich sichtlich traurig darüber, dass die Besetzung bis auf weiteres ausgesetzt wird: “Ich finde es schade, dass ihr jetzt schon aufhört.” Sonja Brünzel, seit Beginn der Besetzung dort aktiv engagiert, erklärte ihr jedoch, dass die Proteste noch lange nicht beendet sind. “Für nächstes Frühjahr sind weitere Aktionen geplant.” Nun wollen die Mainzer Besetzer/innen den restlichen Winter darauf verwenden, ihre Frankfurter Kommiliton/innen zu unterstützen, die vergangenen Mittwoch durch einem brutalen Polizeieinsatz geräumt wurden.

KMK in Bonn KOMMT ALLE MIT

KMK in Bonn, KOMMT ALLE MIT

Wir haben in Mainz immer noch Plätze frei, sowohl fürs Schiff als auch für den Bus!

Bitte macht noch etwas Werbung!!!

Anreise per Bus:

Hinfahrt: Treffpunkt Uni Campus vorm Q-Kaff in der alten Mensa
10. Dezember 09:45 Uhr PÜNKTLICH
Rückfahrt am 10. Dezember abends, genaueres besprechen wir gemeinsam auf der Hinfahrt
Kosten maximal 6€

Anreise per Schiff:

Es gibt insgesamt 600 Plätze an Bord. Es wird ein kleines Rahmenprogram mit Workshops, Musik und der Band Doktorjewski geben.
Treffpunkt vor dem Mainzer HBF 21:30 Uhr pünktlich!
Hinfahrt: 09 Dezember, Abfahrt Mainz um 22 Uhr; Ankunft Bonn ca. 7.30 Uhr
Rückfahrt: 10 Dezember, Abfahrt Bonn um 20.30 Uhr; Ankunft Mainz ca.10 Uhr
Kosten 5€ pro Person
Die Reedereien finanzieren sich hauptsächlich über das Bordbistro und bestehen auf die vollständige Abnahme von sämtlichen Getränken und Speisen und verbieten das mitbringen eigener Verpflegung. Daher haben wir mit der Rederei ist vereinbart, dass jede Person Wasser mit an Bord bringen kann und die restlichen Preise angepasst werden.

Falls ihr euch noch anmelden wollt, beziehungsweise absagen wollt, mailt an:
allenachbonn@gmx.de

Ermittlungsausschuss-Nummer: 01522 7742214
Infoticker: ticker.kmk-nachsitzen.de
Infotelefon: 0176 77224073
(bitte meldet auch Informationen dort)

Solidarität mit Frankfurt

Am 2.12.2009 gegen 19 Uhr wurde in Frankfurt die Besetzung des Casinos auf dem Campus unter massivem Gewalteinsatz polizeilich geräumt. Dabei wurde gegen all die Studierenden, die sich nach der Stürmung durch die Polizei noch im Gebäude befanden, wo sie mit einem Dozenten ein Seminar zu einem kritischen Bildungsbegriff abhielten, Strafanzeige gestellt, einige erhielten Platz- oder gar Stadtverweise. Journalisten wurden dabei in der Ausübung ihrer Arbeit behindert, da die Einsatzkräfte nach Eindringen in den Raum die Fenster verhüllten. Die Kommilitonen, die sich friedlich zu einer spontanen Kundgebung vor dem Gebäude eingefunden hatten, um gegen die Räumung zu demonstrieren, wurden noch vor deren Ende vom Campus geprügelt; einige wurden dabei so schwer verletzt, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten.

Wir, die Mainzer BesetzerInnen, verurteilen dieses absolut undemokratische und von Barbarei zeugende Vorgehen auf Schärfste, wie auch alle anderen Repressionsmaßnahmen, mit denen den Protestierenden bisher schon begegnet wurde. Das gewaltsame Niederschlagen von Protesten demonstriert nicht mehr als Ohnmacht und die Unfähigkeit zum Dialog.

Wir erklären uns hiermit solidarisch mit den Frankfurter BesetzerInnen, fordern die unbedingte und sofortige Rücknahme der Strafanzeigen und schließen uns der Rücktrittsforderung an den Präsidenten der Goethe-Universität, Herrn Müller-Esterl, an.

Das Plenum im besetzen Atrium Maximum Mainz




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