BesetzerInnen haben Atrium für Bonn verlassen!

Mainzer Besetzung geht in Winterpause

Die Besetzer/innen des Atrium Maximum an der Uni Mainz gehen in die Winterpause: Anlässlich der KMK (Kultusminister/innen-Konferenz) entschlossen sich die Mainzer Studierenden, die Besetzung bis auf Weiteres auszusetzen und sämtliche Kapazitäten nach Bonn zu verlagern, um gemeinsam mit Studierenden aus der ganzen BRD, SchülerInnen und Angestellten und Arbeitslosen des Bildungswesens gemeinsam in Bonn für eine bessere und sozialere Bildungspolitik zu demonstrieren. Sie richten sich dabei nicht nur gegen die fehlgesteuerten Bachelor- und Masterstudiengänge, sondern auch gegen elitenfördernde Maßnahmen wie die Exzellenzinitiative oder die jüngst beschlossenen Elitestipendien, gegen einen auf bloße Ausbildung reduzierten Bildungsgedanken und treten für eine kostenfreie Bildung für alle Menschen ein.
Spontane Demonstration zum Rheinufer

Dazu trafen sich am heutigen Abend (9.12.) 350 Studierende aus Darmstadt, Mainz und Umgebung am Mainzer Hauptbahnhof, und zogen von dort aus in einem spontanen Demonstrationszug in Richtung Rheinufer. Dabei skandierten die Studierenden Parolen wie “Bildung für alle und zwar umsonst!”, oder “Bachelor abschaffen, Noten ins Klo, Uni besetzen – sowieso!”, um sich für einen lautstarken Protest in Bonn einzustimmen. Dort werden sie auf die KultusministerInnen treffen, denen im Zuge der Proteste ein bundesweites Forderungspapier übergeben werden soll. Am Rheinufer wartete ein vom AStA der TU Darmstadt organisiertes Schiff auf die Protestierenden, auf welchem auf dem Weg nach Bonn neben einem Konzert verschiedene Workshops zur Vertiefung bildungspolitischer Themen abgehalten werden.
Abschlusskonzert mit der “Kleingeldprinzessin”

Zuvor fand am vorerst letzten Nachmittag der Besetzung an der Uni Mainz ein Abschlusskonzert mit der “Kleingeldprinzessin” Dota statt, auf dem man gemeinsam die vergangenen Wochen feierte und die winterliche Runde des hiesigen Bildungsstreiks ausklingen ließ. Dota, Liedermacherin politischer Chansons, zeigte sich sichtlich traurig darüber, dass die Besetzung bis auf weiteres ausgesetzt wird: “Ich finde es schade, dass ihr jetzt schon aufhört.” Sonja Brünzel, seit Beginn der Besetzung dort aktiv engagiert, erklärte ihr jedoch, dass die Proteste noch lange nicht beendet sind. “Für nächstes Frühjahr sind weitere Aktionen geplant.” Nun wollen die Mainzer Besetzer/innen den restlichen Winter darauf verwenden, ihre Frankfurter Kommiliton/innen zu unterstützen, die vergangenen Mittwoch durch einem brutalen Polizeieinsatz geräumt wurden.





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