Solidarität mit Frankfurt

Am 2.12.2009 gegen 19 Uhr wurde in Frankfurt die Besetzung des Casinos auf dem Campus unter massivem Gewalteinsatz polizeilich geräumt. Dabei wurde gegen all die Studierenden, die sich nach der Stürmung durch die Polizei noch im Gebäude befanden, wo sie mit einem Dozenten ein Seminar zu einem kritischen Bildungsbegriff abhielten, Strafanzeige gestellt, einige erhielten Platz- oder gar Stadtverweise. Journalisten wurden dabei in der Ausübung ihrer Arbeit behindert, da die Einsatzkräfte nach Eindringen in den Raum die Fenster verhüllten. Die Kommilitonen, die sich friedlich zu einer spontanen Kundgebung vor dem Gebäude eingefunden hatten, um gegen die Räumung zu demonstrieren, wurden noch vor deren Ende vom Campus geprügelt; einige wurden dabei so schwer verletzt, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten.

Wir, die Mainzer BesetzerInnen, verurteilen dieses absolut undemokratische und von Barbarei zeugende Vorgehen auf Schärfste, wie auch alle anderen Repressionsmaßnahmen, mit denen den Protestierenden bisher schon begegnet wurde. Das gewaltsame Niederschlagen von Protesten demonstriert nicht mehr als Ohnmacht und die Unfähigkeit zum Dialog.

Wir erklären uns hiermit solidarisch mit den Frankfurter BesetzerInnen, fordern die unbedingte und sofortige Rücknahme der Strafanzeigen und schließen uns der Rücktrittsforderung an den Präsidenten der Goethe-Universität, Herrn Müller-Esterl, an.

Das Plenum im besetzen Atrium Maximum Mainz





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